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Personalbeschaffung im Web 2.0

Der Umgang mit Social-Media spielt in der Personalpolitik eine wichtige Rolle. Zumindest sollte sie das. Leider muss man sagen, dass immer noch (zu) viele kleine und mittelgroße Unternehmen (sog. „KMU“) wenig bis kaum Gebrauch vom „mächtigen“ Web 2.0 machen.

Gemeint ist hier mit „Social-Media“ nicht nicht die altbekannte Vorgehensweise der Personaler, sich im Internet (und somit eben auch in diversen Social Networks) einen ersten Eindruck von Bewerbern und potenziellen neuen Mitarbeitern verschaffen. Vielmehr rede ich von der Möglichkeit, dass auch KMU das Web 2.0 nutzen können, um Interesse am Unternehmen und einem Arbeitsplatz im Unternehmen zu wecken. Zielgruppe müssen dabei nicht einmal nur diejenigen sein, die eine aktiv eine Stelle suchen. Mit cleveren Strategien kann ebenso gut das Interesse von denjenigen geweckt werden, die sich aktuell in einem Arbeitsverhältnis befinden. Sebastian Hergott, Consultant bei der Dr. Schmidt und Partner Personalberatung, hierzu: „E-Recruiting [...] reicht über die Karrierewebsite von Unternehmen und Jobbörsen als Recruitingkanäle hinaus“.

Ob ein Unternehmen das E-Recruiting selbst durchführt oder sich hierbei von erfahrenen Personaldienstleistern unterstützen lassen, ist letztlich eine Frage der individuellen Personalbeschaffungsstrategie des jeweiligen Unternehmens. Personaldienstleister bieten ihren Service zwar in der Regel nicht unentgeltlich an, verfügen dafür jedoch über das entsprechende KnowHow und die notwendigen Personalressourcen für eine modernen Personalbeschaffung im Web 2.0.

Im Grunde genommen war es für Unternehmen nie so leicht wie jetzt, das Internet zu nutzen, um sich einen größeren (und besseren) Bekanntheitsgrad zu verschaffen. Die aktive Suche nach neuen potenziellen Mitarbeitern kann so auf verschiedenste Weise und in den verschiedensten Bereichen erfolgen: Über Twitter, Webseiten von Karriemessen, Xing, oder innerhalb von Onlineausgaben diverser Fachzeitschriften – die Auswahl an Kommunikationskanäle ist nahezu unbegrenzt.

Noch scheint es den meisten Unternehmen nicht so schwer zu fallen, geeignetes Personal zu finden. Doch – wie hinreichend bekannt sein sollte – wird sich dieser Zustand mit den Jahren eher verschlechtern als verbessern. Irgendwann werden Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe oder dem Umsatz, immer größere Schwierigkeiten haben, junge und qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Der Bekanntheitsgrad des Unternehmens und das Image, welches sich zu diesem Zeitpunkt in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat, wird dann zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil des Unternehmens führen.

Allein aus diesem Grund ist es wichtig, dass Unternehmen – besonders die kleinen und mittelgroßen – ihre Personalstrategien an die neuen Verhältnisse anpassen und die modernen Möglichkeiten des Web 2.0. nutzen. Um auch langfristig mit geeignetem Personal flexibel am Markt agieren zu können, sollte der Umgang mit dem Web 2.0 als Personalbeschaffungsmethode nicht erst dann geübt werden, wenn es schon zu spät ist und andere Unternehmen es bereits geschafft haben, sich auf dem Markt besser zu profilieren.

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